War in der eigenen Familie wirklich niemand beteiligt? Waren immer nur „die anderen“ verantwortlich? Oder ist die Geschichte komplizierter?
Anhand des Romans „Hanna“ beleuchten wir die Perspektive einer jungen Mitläuferin ohne politisches Interesse, die während der NS-Zeit zur Frontschwester eingezogen wird. Mit Textauszügen und historischen Originaldokumenten nähern wir uns Fragen nach freiem Willen, Verantwortung und Mitläufertum. Wir vergleichen Entscheidungsräume in einer Diktatur mit denen in einer Demokratie heute und diskutieren aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Dabei geht es um Meinungsbildung, Zweifel, Gerüchte und die Frage: Schützt Unwissenheit vor Verantwortung?
Ein Kurs für alle, die Geschichte nicht nur betrachten, sondern kritisch hinterfragen wollen und lernen möchten, wie wichtig die eigene Haltung für eine funktionierende Demokratie ist.
Hinweis: Die Kursprodukte werden im Rahmen des Demokratiefestes "NextGen - Demokratie mitgestalten" am 30.05.2026 öffentlich, am besten von euch, präsentiert. Alle Interessierten, egal ob Kursteilnehmende, Eltern oder Freund*innen, sind herzlich dazu eingeladen, vorbeizukommen, sich die Ergebnisse anzuschauen und einen Blick in die Arbeiten der anderen Kurse zu werfen. Die Teilnahme am Demokratiefest ist freiwillig. Weitere Informationen hierzu findet ihr unter NextGen – Demokratie mitgestalten. | Junior Uni Daun.
Eine vorherige Lektüre des Romans „Hanna“ ist für die Kursteilnahme nicht erforderlich und erfolgt im Rahmen des Kurses exemplarisch anhand ausgewählter Textausschnitte.